In einer sternenklaren Nacht holt er sie ab. Sie schleicht
sich aus dem Haus ihrer Eltern, auch wenn sie Angst hat, erwischt zu werden.
Das ist egal, andere Dinge sind nun einfach wichtiger. Sie steigt hinter ihm
auf sein Motorrad und setzt sich den Helm auf. Er startet die Maschine, der
Motor heult auf und sie fahren schnell unter dem sternenbesetzten Nachthimmel,
die Reifen quietschen auf dem Asphalt. Während der Fahrtwind durch ihr Haar
wirbelt, macht sie sich Gedanken, wie sie ihm alles am besten sagen wird, ohne
dass er ausrastet und sofort in Tränen
ausbricht. Ohne, dass sie ihm das Herz bricht, es in tausend winzige Einzelteile
zersplittert und sie ihn im Scherbenhaufen seines gebrochenen Herzens
zurücklasst. Doch sie weiß, dass sie dies nicht umgehen können wird: Es ist
aus. Aus und vorbei. Das alles muss einfach aufhören, es kann nicht warten. Und
es wird nicht warten, es ist das Beste für sie sowohl als auch für ihn... Noch immer gedankenverloren
hält sie sich an ihm fest, ihre Arme umklammern seine Taille und sie spürt jeden seiner Atemzüge. Als sie
um eine Kurve fahren und sich bereits außerhalb der Stadt auf einer Straße an
den Klippen befinden bemerkt sie, wie er allmählich das Motorrad immer mehr und
mehr beschleunigt.